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Hosting11 min

cPanel-Alternative: Warum wir OptionPanel entwickelt haben

TL;DR

OptionPanel ist das hauseigene Hosting-Panel von OptionWeb und ersetzt cPanel auf unserer gesamten Infrastruktur. Jeder Kunde erhält einen isolierten Docker-Stack (keine Shared-Hosting-Nachbarschaft): statische Websites + Node.js 20, dedizierte MongoDB-7-Datenbank, E-Mails mit DKIM, DNS, Backups und automatisches SSL von Let's Encrypt über Traefik. Stabiler Preis von 9,99 bis 19,99 €/Monat, ohne zusätzlich berechnete Lizenz. Bewusste Einschränkung: kein Shared PHP/WordPress.

Julien Daniel
ByJulien Daniel
Founder & CTO, OptionWeb
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Isolierte Docker-Container ersetzen einen geteilten cPanel-Server, mit SSL-Vorhängeschloss und OptionPanel-Logo

OptionPanel ist das Hosting-Panel, das wir bei OptionWeb intern entwickelt haben, um cPanel zu ersetzen. Jeder Kunde erhält darin einen isolierten Docker-Stack — statische Websites und Node.js 20, dedizierte MongoDB-7-Datenbank, E-Mails mit DKIM, DNS, Backups und automatisches SSL von Let's Encrypt — zu einem stabilen Preis von 9,99 bis 19,99 €/Monat, ohne zusätzlich berechnete Lizenz.

Dieser Artikel ist keine Marketing-Seite. Er ist der technische Erfahrungsbericht darüber, warum eine belgische Webagentur aus Châtelet beschlossen hat, nicht länger von cPanel abhängig zu sein, was sie stattdessen gebaut hat, was das konkret für ihre Kunden ändert — und was OptionPanel bewusst nicht macht.

1. Warum haben wir cPanel verlassen?

cPanel war ein hervorragendes Produkt für das Webhosting der Jahre 2000–2015: Apache, PHP, MySQL, FTP, alles auch von Nicht-Technikern administrierbar. Doch vier strukturelle Probleme haben sich angehäuft — und keines davon würde sich von selbst lösen.

Die pro Konto berechnete Lizenz mit stetig steigenden Preisen

Seit cPanel 2019 auf eine Abrechnung pro gehostetem Konto umgestellt hat, sind die Lizenzkosten Jahr für Jahr gestiegen. Für einen Hoster verteuert jeder zusätzliche Kunde die Lizenzrechnung — Kosten, die sich nur auf zwei Arten abfangen lassen: sie auf die Preise umlegen oder mehr Kunden pro Server stapeln, um die Rechnung zu verdünnen. Beide Optionen verschlechtern den Service.

Genau das lässt sich am Markt beobachten: Shared-Hosting-Anbieter, die ihre Tarife bei der Verlängerung erhöhen oder Hunderte Konten auf dieselbe Maschine pressen. Wir wollten weder das eine noch das andere. Unsere Pakete kosten 9,99, 13,99 und 19,99 €/Monat — und das kann so bleiben, weil kein Drittanbieter an unserer Stelle über unsere Kosten entscheidet.

Die Last des PHP-Erbes und der LVE-Flickschusterei

cPanel ist um ein fünfundzwanzig Jahre altes Modell herum konzipiert: ein gemeinsam genutzter Linux-Server, Apache, nebeneinander laufende PHP-Versionen, eine gemeinsame MySQL-Datenbank, FTP-Konten. Damit eine ressourcenhungrige Website nicht die Nachbarn lahmlegt, hat das Ökosystem Flicken über Flicken gestapelt — CloudLinux, LVE, CageFS —, die den Schaden begrenzen, ohne das Grundproblem zu beheben: Alle teilen sich dasselbe System.

Wenn die Standardlösung der Branche darin besteht, eine kostenpflichtige Zusatzschicht einzuziehen, um die Nebenwirkungen der Architektur einzudämmen, dann hat die Architektur ausgedient. Containerisierung löst dieses Problem an der Wurzel: jeder Kunde in seiner eigenen Umgebung, Punkt.

Eine enorme Angriffsfläche

Eine cPanel/WHM-Installation exponiert einen beträchtlichen Perimeter: das Panel selbst, die Administrationsoberfläche, den Mailserver Exim, FTP, phpMyAdmin — Dutzende Dienste, die mit erhöhten Rechten auf einer Maschine laufen, die alle Kunden beherbergt. Dort werden regelmäßig Schwachstellen entdeckt und behoben — bei einer Codebasis dieser Größe und dieses Alters unvermeidlich. Das eigentliche Problem liegt woanders: Wird eine Lücke auf einem Shared Server ausgenutzt, sind potenziell alle Websites der Maschine auf einen Schlag kompromittiert.

Ein Werkzeug, das nicht für moderne Stacks gedacht war

Wir bauen Websites mit Next.js und Node.js-Anwendungen mit MongoDB. Auf cPanel ist diese Art von Projekt ein Bürger zweiter Klasse: Der Node.js-Support ist nachträglich angeflanscht, MongoDB existiert im Ökosystem schlicht nicht, und eine statische Website — die schnellste und sicherste Form des Webs — wird dort von derselben Apache/PHP-Maschinerie ausgeliefert wie alles andere. Wir zahlten eine immer teurere Lizenz für ein Werkzeug, von dem wir fast nichts nutzten.

2. Was haben wir stattdessen gebaut?

OptionPanel ist unser hauseigenes Panel, intern entwickelt und ausschließlich auf unserer eigenen Infrastruktur betrieben. Sein Gründungsprinzip passt in einen Satz: Isolation als Standard. Wo cPanel Dutzende Kunden auf demselben System zusammenleben lässt, gibt OptionPanel jedem Kunden seinen eigenen, von den anderen abgeschotteten Docker-Stack.

Konkret enthält die Umgebung jedes Kunden Folgendes:

  • Isolierter Docker-Stack pro KundeIhre Websites laufen in Containern, die nur Ihnen gehören. Keine Shared-Hosting-Nachbarschaft: Eine fremde Website, die abstürzt, den Server auslastet oder kompromittiert wird, hat keinerlei Zugriff auf Ihre Umgebung.
  • Statische Websites + Node.js 20Die beiden Formen, die das moderne Web dominieren: ultraschnelle statische Sites (exportiertes Next.js, HTML/CSS/JS) und Node.js-20-Anwendungen für alles Dynamische.
  • Dedizierte MongoDB-7-DatenbankJeder Kunde erhält seine eigene MongoDB-7-Datenbank — kein Schema auf einem geteilten MySQL-Server. Ihre Daten leben in Ihrem Perimeter, mit Ihren Zugangsdaten.
  • E-Mails + Webmail + DKIMProfessionelle E-Mail-Adressen auf Ihrer Domain, Webmail inklusive und konfigurierte DKIM-Signatur für die Zustellbarkeit — unverzichtbar, seit Gmail und Outlook ihre Regeln verschärft haben.
  • Integrierte DNS-VerwaltungIhre DNS-Zonen verwalten Sie direkt im Panel: A-, CNAME-, MX-, TXT- und SPF-Einträge. Kein Hin und Her zwischen Registrar und Hoster.
  • Web-DateimanagerHochladen, Bearbeiten und Organisieren Ihrer Dateien per HTTPS direkt im Browser. FTP, das unverschlüsselte Protokoll aus den 90ern, wird schlicht nicht exponiert.
  • Automatische BackupsSicherungen sind in allen Paketen enthalten und ohne technische Handgriffe Ihrerseits wiederherstellbar.
  • Automatisches SSL von Let's Encrypt über TraefikDas HTTPS-Zertifikat wird von Traefik, unserem Reverse Proxy, automatisch ausgestellt und erneuert. Null Aufwand, null abgelaufene Zertifikate, null Kosten.

Der entscheidende Punkt: OptionPanel ist kein neu geschriebenes cPanel. Es ist eine andere Architektur. Traefik routet den Traffic zu den Containern jedes Kunden und übernimmt vorgelagert das SSL; die Kunden-Stacks sind voneinander unabhängig; und das Panel ist nur das Cockpit dieses Ganzen — kein Koloss mit den Schlüsseln zur gesamten Maschine.

3. cPanel vs. OptionPanel: der ehrliche Vergleich

KriteriumcPanel (klassisches Shared Hosting)OptionPanel
IsolationKonten auf demselben OS, eingedämmt durch LVE/CageFSIsolierter Docker-Stack pro Kunde
Anwendungs-StackApache + PHP + MySQL, Node.js nachträglich angeflanschtStatische Websites + Node.js 20, nativ gedacht
DatenbankMySQL, geteilt zwischen den Konten des ServersDedizierte MongoDB 7 pro Kunde
SSLAutoSSL, je nach Konfiguration des HostersAutomatisches Let's Encrypt über Traefik, inklusive
LizenzkostenLizenz pro Konto, Jahr für Jahr teurer, auf den Kunden umgelegtKeine Drittlizenz: stabiler Preis 9,99–19,99 €/Monat
AngriffsflächePanel + WHM + Exim + FTP + phpMyAdmin auf einer geteilten MaschineReduzierter Perimeter, eine Kompromittierung bleibt auf den Container begrenzt
DateiübertragungFTP/SFTPWeb-Dateimanager über HTTPS
WordPress / PHPJa, das ist sein KerngeschäftNein — bewusst: Wir migrieren zu Next.js

Diese Tabelle ist bei der letzten Zeile bewusst ehrlich: Wenn Sie ein WordPress unverändert zum niedrigsten Preis hosten wollen, bleibt cPanel das dafür gemachte Werkzeug, und wir behaupten nicht das Gegenteil. Unsere Wette ist eine andere — dazu weiter unten mehr.

4. Was ändert sich konkret für Ihre Website?

Die Architektur ist unsere Baustelle. Was Sie betrifft, sind die messbaren Effekte auf Kundenseite. Davon gibt es drei.

Performance, die nicht von den Nachbarn abhängt

Auf klassischem Shared Hosting hängt Ihre Ladezeit davon ab, was die anderen Websites der Maschine gerade tun: Ein Nachbar-Shop mitten in einer Rabattaktion kann Ihre Firmenwebsite ausbremsen. Mit einem isolierten Stack gehören Ihre Ressourcen Ihnen. Und weil wir statische Sites oder Node.js ausliefern — kein WordPress, das bei jedem Besuch jede Seite per PHP neu aufbaut — sind die Antwortzeiten strukturell besser, was sich in den Core Web Vitals und damit im SEO bemerkbar macht.

Sicherheit durch Design, nicht durch Flickwerk

Die Docker-Isolation begrenzt Vorfälle: Die Kompromittierung einer Website öffnet nicht die Tür zu den anderen. Hinzu kommen der Verzicht auf Shared PHP (das bevorzugte Ziel automatisierter Angriffe im Web), kein exponiertes FTP, SSL-Erneuerung ohne menschliches Zutun, DDoS-Schutz und automatische Backups. Weniger exponierte Komponenten bedeuten weniger Dinge, die schiefgehen können.

Ein Preis, der sich bei der Verlängerung nicht bewegt

Das ist für ein KMU vielleicht der greifbarste Effekt: keine cPanel-Lizenz in unseren Kosten, also keine Herstellererhöhung, die wir weitergeben müssten. Die drei OptionPanel-Pakete sind einfach und ohne Lockpreis, der sich im zweiten Jahr verdoppelt:

PaketPreisWebsitesSpeicher
Starter9,99 €/Monat1 Website3 GB SSD
Business13,99 €/Monat2 Websites10 GB NVMe
Enterprise19,99 €/MonatUnbegrenzte Websites25 GB

Alle Pakete enthalten dieselbe Basis: 99,9 % Uptime, automatisches SSL, DDoS-Schutz, Backups, E-Mails + Webmail, DNS-Verwaltung und Dateimanager. Der Unterschied liegt allein in der Anzahl der Websites und dem Speicherplatz.

5. Was OptionPanel nicht macht (und warum das gewollt ist)

Ein ehrlicher Artikel muss sagen, was das Produkt nicht macht. OptionPanel ist kein generalistisches Shared Hosting, und drei Auslassungen sind bewusste Entscheidungen — keine Lücken, die auf eine Korrektur warten.

  • Kein PHP und kein Shared WordPressGeteiltes PHP wieder einzuführen hieße, genau die Angriffsfläche und die Wartungsschulden zurückzuholen, die wir hinter uns gelassen haben. Kommt ein Kunde mit einem WordPress, hosten wir es nicht unverändert: Wir migrieren es zu Next.js — Inhalte, URLs und SEO-Substanz bleiben erhalten.
  • Kein MySQLUnser Standard ist MongoDB 7, als dedizierte Datenbank pro Kunde. Ein Projekt, das zwingend MySQL verlangt, ist kein Projekt für OptionPanel — und das sagen wir schon beim Angebot, nicht erst nach der Unterschrift.
  • Kein FTPDer Web-Dateimanager deckt den realen Bedarf (Hochladen, Bearbeiten, Organisieren) per HTTPS ab, ohne ein Altprotokoll zu exponieren, das in seiner Basisversion Zugangsdaten im Klartext überträgt.

Diese Positionierung hat eine bewusste Konsequenz: Wir verkaufen OptionPanel nicht als eigenständiges Produkt an Webmaster. Es ist das Hosting-Fundament der Websites, die wir erstellen und pflegen. Die Migration von WordPress zu Next.js ist übrigens eines unserer häufigsten Projekte geworden — die komplette Vorgehensweise haben wir in unserem Leitfaden zur Migration von WordPress zu Next.js dokumentiert.

OptionPanel in der Praxis: Wo anfangen?

Drei Jahre nach der Entscheidung, cPanel zu verlassen, fällt die Bilanz einfach aus: Kosten, die wir von A bis Z kontrollieren, Vorfälle, die per Design eingedämmt bleiben, und ein Stack, der zu dem passt, was wir tatsächlich für unsere Kunden bauen. Die Wette auf das weiße Blatt hat Entwicklungszeit gekostet — heute macht sie uns unabhängig von der Roadmap und den Tarifen eines amerikanischen Herstellers.

Wenn Ihre Website derzeit auf cPanel-Shared-Hosting liegt und Sie ernsthaft vergleichen wollen, liefert unser kompletter Leitfaden zum Webhosting in Belgien die objektiven Kriterien. Und wenn Sie wissen wollen, was Ihre Website — WordPress inklusive — auf einem modernen, isolierten Stack leisten würde: Fordern Sie ein kostenloses Angebot an — Antwort innerhalb von 48 h, Migration komplett durch uns, Hosting-Pakete von 9,99 bis 19,99 €/Monat.

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